Lesend durch den Herbst…

Die heute vorgestellten Bücher sind leider keine enormen Highlights, sorry (also für mich zumindest), aber ich hoffe, dass ich bei den nächsten wieder ein bisschen ein besseres Händchen habe…

Carole Matthews „Mein wunderbares Gartencafé“
Inhalt:
Fays größter Traum ist es, das alte Hausboot ihres Vaters am Kanal wieder fahrtüchtig zu machen. Doch sie hat alle Hände voll damit zu tun, ihre bettlägerige, schlechtgelaunte Mutter zu versorgen, das Café zu führen, das sie in ihrem Elternhaus eröffnet hat, und jeden Abend ihre Dauerbeziehung Anthony mit einer warmen Mahlzeit zu beglücken. Dann macht eines Tages ein weiteres Hausboot am Anleger fest. An Bord ist nicht eins der üblichen Touristenpärchen, sondern Danny: Zehn Jahre jünger als Fay, sehr gutaussehend und auf der Suche nach Arbeit …

Mein Fazit:
Eine sehr schöne, romantische Geschichte. Kommt am Anfang etwas schwer in Gang. Ab der Mitte wirds aber immer besser und interessanter. Sympathische Protagonisten, auch wenn mich Fay am Anfang etwas nervt, da sie immer nur das tut, was andere von ihr verlangen. Manchmal hätte ich ihr gerne eine gescheuert und gesagt, so komm Mädel, jetzt mach mal was DU willst! Es ist sicherlich nicht ein wahnsinns-Buch, aber ganz passable Unterhaltung. Gut für die Ferien, etwas wo man sicherlich nicht viel denken muss 😉
Total drei von fünf Sterne.

Lukas Hartmann „Ein passender Mieter“
Inhalt:
Als ihr Sohn auszieht, bleiben Margret und Gerhard Sandmaier allein in ihrem großen Haus zurück. Sie beschließen, das ehemalige Zimmer ihres Sohnes zu vermieten. Der passende Mieter ist bald gefunden: ein junger Fahrradmechaniker, unauffällig, höflich, wortkarg. Doch als sich die Schlagzeilen über einen Messerstecher häufen, der in der Stadt junge Frauen überfällt, regt sich in Margret ein schrecklicher Verdacht.

Mein Fazit:
Hmm, ein schwieriges Buch. Der Anfang ist wirklich interessant und spannend, doch ab der Mitte wirds recht träge und zieht sich wie Kaugummi in die Länge. Endloses psychologisches Geschwafel in übertrieben hochtrabendem Deutsch. Der Autor wollte wahrscheinlich seine wahnsinnigen sprachlichen Fähigkeiten präsentieren. Meiner Meinung nach war das ein Tick zu viel. Musste mich durch die zweite Hälfte ziemlich durchquälen. Auch der Schluss ist etwas komisch…
Total nur knapp zwei von fünf Sterne.

Paula Hawkins „Into the water“
Inhalt:
»Julia, ich bin’s. Du musst mich anrufen. Bitte, Julia. Es ist wichtig …« In den letzten Tagen vor ihrem Tod rief Nel Abbott ihre Schwester an. Julia nahm nicht ab, ignorierte den Hilferuf. Jetzt ist Nel tot. Sie sei gesprungen, heißt es. Julia kehrt nach Beckford zurück, um sich um ihre Nichte zu kümmern. Doch sie hat Angst. Angst vor diesem Ort, an den sie niemals zurückkehren wollte. Vor lang begrabenen Erinnerungen, vor dem alten Haus am Fluss, vor der Gewissheit, dass Nel niemals gesprungen wäre. Und am meisten fürchtet Julia das Wasser und den Ort, den sie Drowning Pool nennen …

Mein Fazit:
Also schon mal vorab, bis ganz zum Schluss hab ichs nicht durchgehalten, denn ca. ab der Mitte hatte ich mit den Personen und dem Inhalt ein so heilloses Durcheinander, dass ich nicht mehr wusste um was es eigentlich genau ging. Schon zu Beginn startet die Geschichte etwas eigenartig, so dass man nur einfach mal weiterlesen kann, in der Hoffnung, irgendwann mal aufgeklärt zu werden. Doch es wird immer schlimmer, immer wenn man denkt, ah ja, jetzt kapier ichs glaub oder ah, genau, das war doch die – genau dann – zack, kommt noch ne neue Person dazu, und noch eine, und noch eine…
also irgendwann ein gutes Stück nach der Hälfte musste ich dann kapitulieren. Mein Tip an Frau Hawkins, lieber ein paar Protagonisten weniger auffahren, dafür diese lebendig werden lassen! Für ein gutes Buch braucht man keine elf Hauptfiguren. Zudem geht es auch erzählerisch immer wieder hin und her… für mich ein klarer Fall von Plotsalat!
Alles in allem – sorry, das war wohl nix. Da würde ich allerhöchstens für das ansprechende Buchcover einen Stern vergeben.

Und da das Leben zu kurz ist für schlechte Bücher hab ich mich entschieden, mach ich in Zukunft echt kurzen Prozess. Der Lesefluss muss da sein, Spannung, Witz, Unterhaltung, „echte“ Charaktere, etc. sonst mach ich gleich Schluss mit dem Buch.

So, auf hoffentlich bald wieder lesenswerteres!

Eure Emily

One Comment

  1. Barbara

    Ich hatte auch immer ein wenig Pech mit den Büchern dieses Jahr. Im Moment lese ich „Das Haus an der Alster“ von Micaela Jary. Von ihr habe ich schon eines gelesen und ich mag ihre Bücher sehr.
    Und vorher hab ich eines von Linda Castillo gelesen, von ihr habe ich auch schon zwei gelesen, und ich mag sie auch sehr.

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