Definition eines guten Krimis…

Tja, was ist ein guter Krimi, was macht einen fesselnden Thriller aus? Spannung gehört meiner Meinung definitiv dazu, wenn alles vorhersehbar und unspektakulär erzählt wird, dann ist es kein guter Krimi. Heute stelle ich Euch drei Kriminalgeschichten vor – nicht alle sind (leider) lesenswert.

Henning Mankell „Mörder ohne Gesicht“
Inhalt:
Kurt Wallander stieß die Tür mit dem Fuß auf. Es war schlimmer, als er es sich vorgestellt hatte. Viel schlimmer. Später würde er sagen, daß es das Schlimmste war, was er je gesehen hatte. Und dabei hatte er weiß Gott schon eine Menge gesehen. Ein altes Bauernpaar ist auf seinem Hof ermordet worden. Nicht nur das Motiv der Tat liegt völlig im Dunkeln, vor allem deren furchtbare Brutalität irritiert die ermittelnden Polizisten um Kurt Wallander. Und dann hatte die alte Bäuerin, kurz bevor sie im Krankenhaus starb, den Beamten noch einen letzten, seltsamen Hinweis gegeben …

Fazit:
Ich mag ja Mankells Schreibstil sehr. Auch im Krimi fehlt der gewisse Witz und trockene Humor nicht. Der Krimi an und für sich ist gut, aber auch nicht rasend spannend. Klar, man will wissen, wer denn nun der Mörder ist, aber was nebenher in der Geschichte noch so geht, ist manchmal genau so interessant. Wie das mit der Staatsanwältin oder das mit Wallanders Vater. Und immer wieder der typische melancholische Touch, dieser eigentümliche Mankell’sche Schreibstil… der ist einfach einzigartig. Wie gesagt, lediglich der Krimi an und für sich geht darin etwas unter, was leider etwas schade ist.
Total drei von fünf Sterne.

Nora Roberts „Die Stunde der Schuld“
Inhalt:
Sie änderte ihren Namen, sie änderte ihr Leben – aber jemand will sie nicht gehen lassen …Naomi Carson war elf, als sie ihrem Vater eines Nachts in den Wald folgte. Sie vermutete dort ihr Geburtstagsgeschenk, ein neues Fahrrad. Stattdessen machte sie eine grausige Entdeckung, die ihre Welt zerbrechen ließ – denn ihr Vater war nicht der Mann, für den ihn alle hielten. Trotz allem wuchs Naomi zu einer starken jungen Frau heran und bereiste als erfolgreiche Fotografin die Welt. Nun hat sie beschlossen, ihr unstetes Leben aufzugeben und endlich sesshaft zu werden. Sie verliebt sich in ein altes Haus an der Küste – und in den attraktiven Xander Keaton, doch als im Wald bei ihrem Haus eine Frauenleiche auftaucht, scheint der Albtraum von Neuem zu beginnen …

Fazit:
Ich dachte ja Nora Roberts, eine so bekannte Schriftstellerin, die schon sooo viele Bücher veröffentlicht hat, sei ein Garant für ein gutes Buch. Weit gefehlt!! Bereits Fitzek hat mich ja enttäuscht als „hochgelobter“ Schriftsteller. Bei Frau Roberts ist es – ehrlich gesagt – noch wesentlich schlimmer!
Mehr als die erste Hälfte des Buches – einfach nur laaaaaaaangweilig. Die ersten Seiten sind noch spannend. Danach kommen nur noch endlose Anleitungen von Fotoshootings und Hausrenovationen. Wandanstrich hier, Baderneuerung da… wenn ich ein Haus hätte neu einrichten wollen, hätte ich mir eine Ausgabe „Schöner Wohnen“ gekauft. Dementsprechend hab ich dann x Kapitel nur so überflogen und war immer kurz vor der Kapitulation. Da ich aber noch wissen wollte, wer nun wirklich der Mörder ist, hab ich mich dann weiter durch die Kapitel geschleift…
Zwischen Liebesgeschichte und Krimi versucht sich Frau Roberts auch immer mal wieder am Erotik Genre – bitte lassen sie das! Finde das Vermischen von verschiedenen Genres eh nicht gut. Vor allem, wenn man nicht mal ein Einziges richtig beherrscht. Meiner Meinung nach eines der schlechtesten Bücher, das ich je gelesen hab. Sorry Frau Roberts.
Ich vergebe dafür einen einzigen Stern, aber eher für mich, weil ich dann doch noch bis zum Ende durchgehalten habe. Phuu…

Marcus Johanus „Entfesselter Tod“
Inhalt:
Berlin schaut einer jungen Prostituierten bei Ihrem Todeskampf zu. Das Video ihres Mordes verbreitet sich wie ein Virus. Mit Zwangsjacke und Ketten gefesselt, ertrinkt sie in einem Wasserbecken. Jemand will den ehemaligen Entfesselungskünstler Christopher Vanick den Mord anhängen. Auf der Flucht vor der Polizei muss er seine Unschuld beweisen. Und der Mörder kündigt an, weiter zu töten.

Mein Fazit:
Mein erstes Buch von Herrn Johanus und bereits das erste Kapitel war um Welten spannender als Frau Roberts‘ ganzes Buch! 😉
Auch die weiteren Kapitel hab ich schnell verschlungen, weil einfach immer was passiert in der Story, es geht Schlag auf Schlag. Konnte das Buch kaum weg legen (wie jeweils bei den Harlan Coben Büchern). Die Protagonisten sind gut beschrieben und man kann sie sich gut vorstellen. Die einen mag man, einige nicht. Aber so soll es schliesslich sein. Wenn ich denn überhaupt etwas kritisieren könnte, dann vielleicht einige Orthographie Fehler. Wobei das weder die Spannung minimiert, noch den Lesefluss mindert. Drei der sympathischen Protagonisten landen am Ende in einer sehr misslichen Lage. Bis zum Schluss weiss man nicht, ob jemand der drei überlebt… aber das verrate ich Euch natürlich nicht – lest es selbst! :-)
Total fünf von fünf Sterne!

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