Crowdfarming, die neue Art zu ernten

Wir alle kennen Crowdfunding mittlerweile. Mehrere Sponsoren bezahlen um ein Projekt zu finanzieren. Und diese Sponsoren können wir sein :-)

Wenn uns ein Projekt gefällt, helfen wir mit, es zu finanzieren und zu fördern. Eine gute Sache also.

Eine ebenso gute Sache ist es Kunden direkt zu beliefern, ohne Zwischenhändler. Das dachten sich auch die Gründer Gonzalo und Gabriel Úrculo von Crowdfarming.

Die Eltern der Brüder Úrculo wollten Ihre Finca mit Landhaus verkaufen. Seit dem Jahr 2000 stand es leer, die Orangenbäume waren völlig verwahrlost und von Schädlingen befallen. Doch Gonzalo, der gerade in Berlin studierte, hatte andere Pläne. Er wollte in die ökologische Landwirtschaft einsteigen. Doch die ersten Jahre waren schwierig. Mehr als 95 Prozent der ersten Orangenernte im Jahr 2010 musste er Zwischenhändlern zu Dumpingpreisen überlassen. „Dass meine Orangen ohne Pestizide und Herbizide reifen, interessierte niemanden.“

Erst 2015 gelang den Brüdern der Durchbruch mit Naranjas del Carmen. Sie boten Patenschaften für ihre Bäume an. Plötzlich war eine enge Beziehung zu den Kunden da. „Unsere Geschäftsidee kam genau zur richtigen Zeit“, erinnert sich Gonzalo, „immer mehr Konsumenten wollten ihre Lebensmittel direkt beim Erzeuger bestellen und wissen, woher ihre Produkte kommen.“ Die Kontakte in Berlin halfen, den deutschen Markt zu erschliessen.

Mittlerweile bieten sie Patenschaften nicht mehr nur für Orangenbäume an, sondern auch für Mandelbäume, Rebstöcke, Kühe, Ziegen, etc. Man wird Pate für zum Beispiel eine Kuh, dafür erhält man dann den Ertrag: Käse. Die Kuh kann man auf der Homepage sehen und sie selber „auswählen“, oder seinem Rebstock kann man sogar einen eigenen Namen geben. Man hat so natürlich den Bezug zu „seinem“ Käse oder den „eigenen“ Orangen :-) was ich wirklich toll finde.

Viele der Bauern kann man vor Ort sogar besuchen und man sieht den eigenen Baum oder die Ziege live und in Farbe.

Eine wirklich gute Sache für den Konsumenten sowie auch den Erzeuger.

Ich habe nun also eine Kuh namens Loula in Frankreich, die mir Ende September 2 kg Käse bescheren wird :-)
Ebenfalls besitze ich eine Weinrebe namens Emilia in Italien. Davon bekomme ich im Dezember dann 8 Flaschen Balsamico und 4 Flaschen Traubenmost.
(evtl. verschenk ich dann auch was zu Weihnachten davon) :-)

Es geht zwar noch eine ganze Weile, aber ich freue mich darauf! Sobald ich meine Lieferungen erhalten habe, werde ich Euch gerne wieder berichten.

Eure Emily

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